Systemübersicht: Energiemehrwegtechnologie 1.0 als gekoppeltes Mehrwegenergiesystem

Die dargestellte Energiemehrwegtechnologie 1.0 ist als geschlossenes, multienergetisches Kreislaufsystem konzipiert, das mechanische, thermische, elektrische und pneumatische Energieformen gekoppelt, kaskadiert und rückführbar nutzt.

Zentral ist der Energie-Transportweg (ETW) als luftdruckabgeschlossener Raum (Position 17), der zugleich:

  • Arbeitsraum,
  • Energieverteilraum,
  • Speicherraum und
  • Rückführraum

darstellt.


1. Energiezufuhr (Primärenergieebene)

Primärenergiequellen (Position 1) sind:

  • solare Energie,
  • Windenergie,
  • Wasserenergie,
  • mechanische Kräfte externer Herkunft.

Diese Energiequellen speisen das System dezentral ein und werden über mechanische Kopplungselemente zunächst in Druck-, Bewegungs- oder elektrische Energie überführt.

Wesentlich ist:
Es gibt keine singuläre Primärquelle, sondern eine Vielzahl parallel nutzbarer Energieflüsse, was Systemresilienz und Redundanz erhöht.


2. Pneumatische und hydraulische Kopplung

Druckluft- und Vakuumebene

  • Druckluftturbinen (2, 12, 16) und Druckkammern (15) bilden die pneumatische Energieebene.
  • Die Vakuumkammer (5) erzeugt gezielte Druckgradienten zur Steuerung von Massenströmen.
  • Luft dient hier als zirkulierender Energieträger, nicht als Verbrauchsgut.

Die Druckluft übernimmt:

  • Energietransport,
  • mechanische Arbeit,
  • Rückführung von Energiepotenzialen.

Hydraulische Ebene

  • Wasserpumpen (3),
  • Wassertanks (oben und unten),
  • Kolbenmechanismen

bilden ein hydraulisches Speichersystem mit potenzieller und kinetischer Energie.

Wasser fungiert gleichzeitig als:

  • Energiespeicher (Lageenergie),
  • Arbeitsmedium,
  • Wärmeträger.

3. Mechanische Energieumwandlung

Die Kraftimpulsstation (7) und der Kolben stellen die zentrale mechanische Kopplung zwischen:

  • pneumatischem Druck,
  • hydraulischer Bewegung,
  • rotatorischer Energie

dar.

Hier findet die Hauptarbeit statt:

  • Energiepotenziale werden gezielt abgesenkt,
  • Arbeit wird verrichtet,
  • Energie wird nicht vernichtet, sondern in andere Zustandsformen überführt.

4. Elektrische Ebene

Über Stromgeneratoren / Elektromotoren (9) wird mechanische Energie in elektrische Energie umgewandelt.

Die elektrische Ebene dient:

  • der Feinverteilung,
  • der Regelung,
  • der Versorgung von Steuer- und Nebenaggregaten.

Sie ist nachgeordnet, nicht primär – ein zentraler Unterschied zu heutigen energietechnischen Systemen.


5. Thermische Kaskade (Abwärmenutzung)

Ein wesentliches Merkmal der Energiemehrwegtechnologie ist die systematische Nutzung thermischer Gradienten:

  • Kühlwasser (13) auf niedrigem Temperaturniveau (~0 °C),
  • Heizwasser (14) auf höherem Temperaturniveau (~60 °C),
  • Wärmepumpe (11) zur Temperaturanhebung.

Abwärme aus mechanischen und elektrischen Prozessen wird nicht abgeführt, sondern:

  • gesammelt,
  • angehoben,
  • erneut nutzbar gemacht.

Dies entspricht einer Exergiekaskade statt einer Einmalnutzung.


6. Energiesäule als Knotenpunkt

Die Energiesäule (4) ist kein Einzelaggregat, sondern ein systemischer Knoten:

  • Zusammenführung aller Energieformen,
  • Umschichtung zwischen Druck, Bewegung, Wärme und Strom,
  • Zwischenspeicherung und Rückführung.

Sie fungiert als lokaler Energiehub innerhalb des ETW.


7. Energie-Transportstrecke (ETS)

Die Energie-Transportstrecke (15) verbindet mehrere ETW miteinander.
Sie ermöglicht:

  • räumlichen Potenzialausgleich,
  • Lastverlagerung,
  • systemweiten Energieerhalt.

Die ETS ist kein klassisches Netz mit Verlustcharakter, sondern Teil eines geschlossenen Gesamtsystems.


8. Geschlossener Arbeitsraum (Position 17)

Der luftdruckabgeschlossene industrielle und gewerbliche Raum ist entscheidend:

  • Energie verbleibt im System,
  • Druck-, Wärme- und Bewegungsenergie diffundieren nicht unkontrolliert nach außen,
  • Arbeitsprozesse wirken direkt auf den Energiezustand des Gesamtsystems zurück.

Damit wird der Arbeitsraum selbst zum aktiven Teil des Energiesystems.


9. Physikalische Interpretation

Thermodynamisch handelt es sich um:

  • ein geschlossenes System (keine Stoffverluste),
  • mit offener Energiezufuhr aus natürlichen Quellen,
  • und kaskadierter Exergienutzung.

Irreversible Verluste (Reibung, Dissipation) sind vorhanden, werden jedoch durch:

  • kontinuierliche Primärenergiezufuhr,
  • Mehrfachnutzung,
  • Rückführungsprozesse

systemisch kompensiert.


Einordnung

Die Grafik zeigt kein Perpetuum Mobile, sondern:

  • ein energieerhaltendes Kreislaufsystem,
  • das den klassischen linearen Ansatz „Erzeugung → Verbrauch → Verlust“ auflöst,
  • und durch räumliche, thermische und zeitliche Kopplung ersetzt.

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